Eine unabhängige Studie über die Gentechnik
Vor 35 Jahren brachte Monsanto das Breitbandherbizid »Roundup« auf den Markt, das ein Dauertopseller ist und auf dem Krebs erregenden Glyphosat basiert.
Frankreichs Bauernkämpfer José Bové, seit 2009 im Europarlament, sagt:
»Roundup zerstört jede Pflanze, mit der es in Berührung kommt.«
Auf der Grundlage der Doktrin von der »Substantiellen Gleichwertigkeit«, die Präsident Bush sen. 1992 nach dem Klimagipfel in Rio durchsetzte – bald folgten OECD, WTO und FAO – begann Monsanto 1996 in den USA mit der Kommerzialisierung gentechnisch veränderter (engl.: modified) Organismen (GMO). Als erstes wurden »Roundup Ready Sojabohnen« zugelassen, heute der weltweit am häufigsten angebaute GMO.
Seine Resistenz erlaubt den großzügigen Einsatz von Roundup. Es entstehen fast vollständige Monokulturen, der Selektionsdruck auf Unkräuter und Freßfeinde ist immens. Mike Owen von der Iowa State University spricht von »Darwinscher Evolution im Zeitraffer.« Innerhalb weniger Generationen setzen sich herbizidresistente Superunkräuter durch, zu deren Bekämpfung Monsanto stärkere Herbizide auf »Agent Orange«-Basis verkauft. Auch Freßfeinde wie der Bollwurm in Indien haben schnell Resistenzen entwickelt. Oder ihre Nische wird von sekundären Schädlingen besetzt, wie der Weichwanze in Chinas Baumwollfeldern.
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